Schnellkomposter Standort

Ein Schnellkomposter arbeitet hauptsächlich mit der in seinem Innern entstehenden Wärme. Allerdings wird er nicht so heiß wie die Thermokomposter, deshalb ist bei der Wahl eines geeigneten Standortes auch einiges zu beachten. Wo ich meine Schnell- und Thermokomposter aufstelle, und wie das Ergebnis dann aussieht, möchte ich hier zeigen.

Der Schnellkomposter

Schnellkomposter bestehen meist aus einwandigen Behälter, die einen Deckel haben, aber keinen geschlossenen Boden. Oftmals ist auch gar kein Boden vorhanden: Eindringende Würmer und Kleine Wesen beteiligen sich an der Zersetzung des Inhalts. Deshalb darf die Temperatur natürlich nicht zu hoch werden, weil diese Tiere sonst gar nicht erst kommen, oder wegen der Hitze nicht lange überlegen.

Meinen Schnellkomposter stelle ich deshalb nie in die pralle Sonne. Er steht halb im Schatten, und zwar so, daß er am Vormittag etwas Sonne abbekommt, danach aber nicht mehr. Im Sommer ist es ja allgemein warm genug, da kühlt der Schnellkomposter auch nicht aus.

Ich gebe zu: Richtig gute Komposterde erzeuge ich mit meinem Schnellkomposter nicht. Jedenfalls nicht solche, die sich sofort als Kompost gebrauchen läßt. Meistens mische ich das fertige Produkt in meinem Komposthaufen unter – das dann aber mit gutem Ergebnis. Schneller Kompost entsteht eher mit dem Thermokomposter.

Der Thermokomposter

Beste Erde vom SchnellkomposterDieser besteht aus einem ausgeklügelten System zur Durchlüftung im Innern und ist deswegen auch wesentlich teurer als die einfacheren Schnellkomposter. Das Ergebnis ist aber überzeugend: Hier kann man bei einem gutem Thermokomposter schon nach ca. 4 Monaten richtig gute Komposterde entnehmen, die auch sofort zu verwenden ist.

Der Thermokomposter steht schon mehr in der Sonne, allerdings auch nicht den ganzen Tag. Ab dem frühen Nachmittag wird es schattiger, dann ist aber im Innern schon genügend Hitze entstanden, um den Inhalt schnell verrotten zu lassen.

Würmer oder Kleintiere werden dazu nicht benötigt und die finden sich wegen der Hitze auch nicht ein. Hier macht es allein die hohe Temperatur, daß aus Abfall fast aller Art wieder eine schöne Komposterde entsteht.

Da meine Thermokomposter allseits gut geschützt und geschlossen sind, entsteht kaum Geruch, und ich habe auch Abfälle aus der Küche und sogar Essenreste zum Kompostieren genutzt. Der Kompost ist wirklich in kurzer Zeit verfügbar, nur hat mich immer ein bischen gestört, daß er in gebückter Stellung von unten entnommen werden mußte.

Man wird ja schließlich nicht jünger. Ein weiterer Nachteil war, daß man zwar etwas Kompost herausbekommen hat, aber schnell wieder Material nachgerückt ist, das eben noch nicht fertig kompostiert war. Wenn man aber wartet, bis auch die obersten Schichten nutzbar werden, ist das untere Drittel im Thermokomposter durch die anhaltende Hitze „verglüht“ ohne Nährstoffe und damit nicht mehr brauchbar.

Deswegen habe ich mir für Küchenabfälle und Essenreste einen Trommelkomposter in den Garten gestellt, der die selben Vorteile wie ein Thermo hat. Nur daß die Trommeln kleiner sind, schneller voll werden und auch im ganzen schneller verrotten. Durch die gelegentliche Drehung wird das Material bestens durchlüftet und kompostiert noch schneller.